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Zwangsversteigerung in Amtsgericht Liezen

Mehrfamilienhaus

Mehrfamilienhaus in 8786 Rottenmann

Zwangsversteigerung einer Liegenschaft

Bewertungsgegenstand:Der Zweck des Gutachtens ist die Verkehrswertermittlung des Hälfteeigentums des Verpflichteten im Sinne des §2 LBG 2020, BGBl 150/1992 der Liegenschaft EZ 200 bestehend aus dem Grundstück .57 und EZ 52 bestehend aus den Grundstücken .26, 199/1 und 201 in der KG 67514 Singsdorf.Bewertungsstichtag:Als Bewertungsstichtag wurde der 30.01.2023 (Tag der Befundaufnahme) festgelegt!Lage und Erschließung:Die bewertungsgegenständliche Liegenschaft (ehemals vlg. Schlaggold) besteht aus der EZ 200 welche das Grundstücke Nr. .57 mit einer Gesamtfläche von 598m2 beinhaltet und aus der EZ 52 (beide KG 67514 Singsdorf) welche die Grundstücke Nr. .26, 199/1 und 201 mit einer Gesamtfläche von 1.860m2 beinhaltet. Das Grundstück Nr. .57 ist mit einem Zweifamilienwohnhaus und einem Nebengebäude (Holzlage) bebaut und befinden sich auf den restlichen Grundstücken zwei weitere Nebengebäude. Die Zufahrt zur Liegenschaft erfolgt über die von der B113 Schoberpaßstraße beim Ortsteil Einöd in Richtung Süden abzweigende Gemeindestraße (Gdstk. 424/1 – Öffentliches Gut) und darauffolgend über den nach Osten weiterführenden privatrechtlichen Interessentenweg der Bringungsgenossenschaft Einöd. (Quelle TZ 894/81)Grundstücksbeschaffenheit u. Grundstücksnutzung:Die bewertungsgegenständliche Liegenschaft besteht aus vier Einzelgrundstücken die in ihrer Gesamtheit eine „L“-förmige Grundstücksform darstellen. Die größte „Nord-Südausdehnung“ beträgt ca. 50m und die in Richtung „Ost-West“ ca. 60m. Am westlichen Grundstück .26 und 199/1 zeigt sich ein Waldsaum und ist der Urgeländeverlauf von Norden nach Süden, mit einem Höhenunterschied von ca. 14m, steil ansteigend. Im nördlichen Bereich der Grundstücke .26 und 201 führt der privatrechtliche Interessentenweg der Bringungsgenossenschaft Einöd vorbei und ist hier an der nordwestlichen Grundstücksecke des Grundstückes .26 die Hauszufahrt zum Wohnhaus angebunden. Das Grundstück 201 wird von der Zufahrtsstraße beinahe diagonal durchschnitten und endet diese in einem an der Nordseite zum Wohnhaus am Grundstück .57 gelegenen Vorplatzbereich. Der Höhenunterschied zwischen der Zufahrtsanbindung beim Interessentenweg (727,60müA.) und dem Vorplatzbereich zum Wohnhaus (733,20müA) beträgt ca. 5,60m. Die Hauszufahrt zeigt eine Länge von ca. 40m und ergibt sich daher ein Längsgefälle von ca. 14%! Aufgrund der Hanglage wurde der gesamte Grundstücksbereich terrassenähnlich mit Steilböschungen abgetreppt und befindet sich im südlichen Bereich zum Wohnhaus als Geländeabstützung zum Nachbargrundstück eine ca. 1,8m hohe Steinschlichtung. Das Wohnhaus selbst wurde in den Urgeländeverlauf „eingeschnitten“ und erfolgt somit die Haupterschließung nordseitig über das Untergeschoß. Im Außenbereich gelangt man über eine west- und ostseitige Außenrampe auf das südseitig gelegene Erdgeschoss- außenniveau des Wohnhauses und wurden auch hier mächtige Steinschlichtungen zur Geländeabstützung errichtet. Am Gdstk. 199/1 befindet sich eine untergeordnete Hütte mit einem Kunststoffpool. Das darunterliegende nördliche Vorplatzniveau wurde in Richtung Westen bis zum Grundstück .26 fortgeführt und befindet sich hier ein Garagengebäude bzw. eine „Werkstätte“ und nordseitig zum Wohnhaus eine untergeordnete Holzhütte. Die Oberfläche der Liegenschaft zeigt vorwiegend abgeböschte Grünflächen mit einzelnen Solitärbäumen. Die Zufahrtsstraße und der Vorplatzbereich wurden geschottert ausgeführt.Baubewilligung:Die Widmungsbewilligung wurde am 22.10.1980 und die Baubewilligung zur Errichtung des Zweifamilienwohnhauses am 25.11.1980 erteilt. Die Erteilung der Benützungsbewilligung erfolgte am 1.3.1991 unter Vorschreibung von weiteren Auflagenpunkten (fehlende Geländerungen, Stellungnahme Steweag zwecks 110 KV Leitung usw..) die im Folgenden nachweislich auch erfüllt wurden. Den baurechtlichen Einreichunterlagen (Anm.: Lageplan) für die Errichtung des Zweifamilienwohnhauses im Jahr 1980 kann entnommen werden, dass zum damaligen Zeitpunkt noch eine Hofstelle mit Stallgebäude (Anwesen vlg. Schlaggold) vorhanden waren. Diesbezüglich wird auf den §33 Abs. 5 Zif. 2 des Stmk. ROG verwiesen, wonach Zu- und Umbauten im Freiland nur dann ausgeführt werden dürfen, wenn diese ursprünglich nicht im Rahmen einer land- und forstwirtschaftlichen Nutzung bewilligt wurden. Das Stallgebäude und die Hofstelle wurden in der Vergangenheit abgebrochen und werden baurechtliche Bewilligungen für Neu- und Zubaumaßnahmen sowie Nutzungsänderungen aufgrund des untergegangenen Konsenses zukünftig schwer bis gar nicht möglich sein. Grundbuch: (siehe Lannggutachten)Bodenkonterminierung:Festgehalten wird, dass die Grundstücke im Zuge der Befundaufnahme augenscheinlich gesichtet wurden und konnten keine Kontaminierungen oder Altlasten udgl. festgestellt werden. Auch in früheren Flächenwidmungsplänen konnten keine Verdachtsflächen erhoben werden.Gebäudebeschreibung:Das Zweifamilienwohnhaus ist zur Gänze unterkellert und verfügt über ein EG und darüberliegendes ausgebautes DG mit einer Kniestockhöhe von 1,0m. In Gebäudemitte wurden für eine bessere Belichtung des Stiegenhauses Schleppgaupen angeordnet. Die Gebäudehaupterschließung erfolgt über den nordseitig gelegenen Kellerzugang. Die Raumhöhen im Keller betragen 2,40m, im EG 2,60m und im DG 2,50m. Im Keller befinden sich gemeinschaftliche Kellerräume, der Heizraum, der Pelletslagerraum sowie 2 Garagen. Die Grundrissform wurde symmetrisch zur Gebäudemitte ausgebildet. Jede Wohneinheit verfügt über eigenständige Kellerräume. Die Gebäudeabmessungen betragen in der Länge 16,10m und in der Breite 11,00m und werden diese Abmessungen in den darüberliegenden Geschossen fortgeführt. Im EG befinden sich zwei Wohneinheiten mit Vorraum, Bad/WC Bereich sowie zur Südseite hin ausgerichtet jeweils ein Wohnzimmer mit Küche. Teilweise wurden hier Zwischenwände zwecks durchwohnen entfernt. Die Wohnungen wurden ebenfalls symmetrisch zur Gebäudeachse errichtet. Im Bereich des Stiegenaufganges ist die lichte Durchgangshöhe zwischen KG/EG mit nur 1,6m ausgeführt worden. Die Podesttreppe führt weiter in das DG und zeigt sich dieses teilweise in einem Rohbau- bzw. Umbauzustand. Die Kniestockhöhe in den Räumlichkeiten beträgt ca. 1,0m. Den Abschluss bildet eine Satteldachkonstruktion mit einer Dachneigung von 35 Grad.Bauzustand(augenscheinlich)Das gesamte Wohnhaus befindet sich, bezogen auf die tragenden Elemente, und auf das Errichtungsjahr 1980, in einem durchschnittlichen Erhaltungszustand. Seit der Errichtung wurden keinerlei substanzfördernde Maßnahmen wie Fenstertausch, Anbringung eines WDV-Systems, Dachdämmungen, Erneuerung der Dachdeckung udgl. ausgeführt. Lt. Mitteilung des Hrn. Alexander Fessler wurde entlang der südlichen Kelleraußenwand eine Drainage neu hergestellt. Im KG zeigen sich zwischen Fundamentplatte und aufgehenden Mauerwerk Putzauskristallisierungen die trotz Drainage auf Feuchtigkeitseintragungen hinweisen. Teilweise wurde auch Schimmelbildung festgestellt. In den Wohnbereichen war keine erhöhte Raumfeuchtigkeit festzustellen. Die Fassade, Fenster und der Gesamteindruck des Gebäudes zeigt sich dem Alter entsprechend abgewittert und ebenfalls sanierungsbedürftig. Ein Kaltdach ist nicht vorhanden und die Dachdeckung hat ein Alter >40 Jahre. Innenräume:Im Zuge des Lokalaugenscheins wurde festgestellt, dass lediglich eine Wohneinheit genutzt wird. Hier zeigen sich provisorische Deckendurchbrüche in das DG und wurden Räume teilweise unfertig im Rohbauzustand vorgefunden. Die genutzte Wohneinheit zeigt einen durchschnittlich gepflegten Eindruck. Alle anderen Wohneinheiten sind unfertig, Bäder und WC`s wurden abgebrochen und zeigen einen unordentlichen Zustand. Teilweise wurden in Eigenregie Ausbaumaßnahmen im DG gesetzt. Ob hier Dampfsperren, Dämmstärken usw. korrekt angebracht wurden konnte im Zuge des Lokalaugenscheins nicht erhoben werden. Die Verlegung der Gipskartonplatten ist augenscheinlich mangelhaft. Kellerräume/Heizung/Elektroinstallation:Die Pelletsheizung wurde lt. Mitteilung des Hrn. Alexander Fessler im Jahr 2016 neu eingebaut und werden zur Beheizung und Warmwasserbereitung ca. 8t Pellets pro Jahr (1 Wohneinheit) benötigt. Installationsleitungen zeigen den ursprünglichen Errichtungszustand bzw. wurde auch hier freihängende Leitungen festgestellt.Stiegenhaus:Die zu geringe lichte Durchgangshöhe von 1,6m im Stiegenhaus wirkt sich gravierend nachteilig aus und stellt einen unbehebbaren Mangel dar. (Verletzungsgefahr!).
Wert des mitzuversteigernden Zubehörs: kein Zubehör

Versteigerungsort: Bezirksgericht Liezen, Saal III

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Objekt Daten

ID : Identifikationsnummer für die eindeutige Zuordnung des Objekts.
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Termin : Datum und Uhrzeit der Versteigerung.
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Verkehrswert : Festgesetzter Verkehrswert gemäß Gutachten.
78.000 €

Adresse : Vollständige Anschrift des zu versteigernden Objektes.
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Geringstes Gebot : Sollten die Wertgrenzen weggefallen sein, wird automatisch die 5/10-Wertgrenze angezeigt. Weitere Informationen zu den Wertgrenzen finden Sie im zweiten Teil des Katalogs.
39.000 €

Dokumente : Auflistung der durch das Gericht zur Verfügung gestellten Dokumente (mit entsprechenden Links in der Online-Version): • Amtliche Bekanntmachung • Exposé • Gutachten • Bilder
Foto(s), Grundriss(e), Kurzgutachten, Lageplan, Langgutachten,

Aktualisiert am : Datum der letzten Aktualisierung durch das Amtsgericht.
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