Geprüfter Webshop SiegelGeprüfter Webshop Siegel

Zwangsversteigerung in Frankfurt, Griesheim: Vierzimmerwohnung wurde für 229.000 € versteigert

Zwangsversteigerung in Frankfurt, Griesheim: Vierzimmerwohnung wurde für 229.000 € versteigert.

Sie möchten den Ablauf einer Zwangsversteigerung kennenlernen? Wir waren bei der Zwangsversteigerung einer Vierzimmerwohnung am 18.02.20 im Amtsgericht von Frankfurt am Main dabei und berichten im Folgenden ausführlich über den gesamten Prozess.

Zwangsversteigerung Griesheim

Das Objekt: Die Vierzimmerwohnung befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in Griesheim. In diesem Stadtteil beträgt der von dein-immocenter.de ermittelte durchschnittliche Kaufpreis je qm 3.601 €. Erbaut wurde die Immobilie im Jahre 1959.  

Die Wohnfläche beträgt ca. 100qm. Der Verkehrswert lag bei 340.000 €. Die Wohnung besteht aus Flur, Küche, Abstellraum, Tageslichtbadezimmer, separates WC und Balkon. Sondernutzungsrechte für Kellerraum, Dachgeschossraum, einer Gartenfläche und einer PKW-Einzelgarage sind gegeben.

Die Versteigerung war für 11:00 Uhr angesetzt. Achtung: man sollte vor dem Termin prüfen, ob eine Versteigerung nicht kurz vorher abgesagt wird. Es ist üblich, dass es oft zu außergerichtlichen Einigungen kommt. Unser Tipp: Am Tag der Versteigerung im Amtsgericht anrufen und fragen.

Die heutige Versteigerung war mäßig besucht.

Es handelte sich hierbei um eine Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft. Das bedeutet, dass nicht zwangsläufig Zahlungsschwierigkeiten vorliegen. Anlass war eine Scheidung.    

Die Rechtshelferin erfragte die Anwesenheit der Beteiligten. Ein Beteiligter war heute im Saal.  

Anschließend wurden die Eintragungen im Grundbuch vorgelesen. Das Grundbuch war mit 123.000 € belastet. Die Grundschuld blieb bestehen.

Tipp: Um Überraschungen zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen sich stets vorher über die Höhe & Übernahme der Grundschuld zu informieren. Sie können diese beim zuständigen Amtsgericht telefonisch erfragen oder einen Termin zur Grundbucheinsicht vereinbaren.

Das spart Ihnen viel Zeit und Nerven.

Eine Baulast war nicht bekannt.

Das Mindestbargebot betrug 8000,00 €

Dieses bestand aus 7933,45 € Gerichtskosten und Abfallgebühren i.H.v. 66,55 €.

Bei einem Kauf kommt noch die Grunderwerbsteuer, die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch und die Zuschlagsgebür des Gerichts hinzu.

Um 11:30 wurde das Bieterverfahren eröffnet. Ab diesem Zeitpunkt konnte jeder Interessent sein Gebot abgeben. Jeder Interessent muss sich vor dem Erstgebot ausweisen und eine Sicherheitsleistung nachweisen. Die Mindestbietzeit beträgt immer 30 Minuten.

Die Versteigerung begann sehr ruhig. Die Anwesenden Interessenten waren sichtlich verunsichert. Die Rechtshelferin wies nochmal daraufhin, dass die Grundschuld mitübernommen wird.

Eine junge Dame ließ sich trotzdem nicht beirren und machte den Anfang mit 50.000 €.

Währenddessen bildete sich hinter ihr eine Schlange. Zwei weitere Bieter stellten sich an, um ein Gebot abzugeben.

Ein junger Mann bot 60.000 €.

Ein weiteres Pärchen bot jeweils zur Hälfte 70.000 €.

Der nächste erhöhte auf 80.000 €

Das nächste Gebot kam von einer weiteren Dame, diese bot 90.000 €.

Per Handzeichen & Zuruf erhöhte die anwesende Dame auf 92.000 €.

Das Pärchen rief: „120.000 €“.

Untypisch für diese Versteigerung war die Bietgeschwindigkeit. Ohne viel zu überlegen erhöhten die anwesenden Parteien nahtlos die Gebote der Anderen.

So lagen wir außerhalb der regulären Bietungszeit bei 160.000 €. Es war kein Ende in Sicht.

Mit kleineren Erhöhungen, aber schnellen Schrittes ging es auf die 200.000 € zu. Bis zu diesem Betrag waren immer noch 4 Bieter am Verfahren beteiligt.

Ab 210.000 € blieben lediglich 2 aktive Bieter übrig. Eine junge Dame in Begleitung ihrer Familie und ein junger Mann.

Die letzten beiden Bieter hatten den Taschenrechner in der Hand, um den gesamten Betrag samt Grundschuld auszurechnen.

Das Gebot kletterte hoch bis auf 229.000 €.

Hier endete das Bieteverfahren.

„229.000€ zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, sie können jetzt noch ein letztes Gebot abgeben.“

Die Bietezeit wurde offiziell um 11:24 Uhr beendet und der Beschluss vorgelesen. Die Immobilie ging an den höchstbietenden jungen Mann über.

Die Versteigerung endete mit einem Gesamtbetrag (Höchstgebot + Grundschuld = 352.000 €) nahe am potentiellen Marktwert. Der von Dein-Immocenter ermittelte potentielle Marktwert liegt bei 360.000 €. Der Kaufpreis ist trotz Übernahme der Grundschuld angemessen für den Standort Frankfurt.

Ihr wollt mehr über Zwangsversteigerungen erfahren?

Dann besucht uns auf Dein-ImmoCenter

 

Alle Bietschritte im Überblick

  1. 50.000 €
  2. 60.000 €
  3. 70.000 €
  4. 90.000 €
  5. 92.000 €
  6. 120.000 €
  7. 125.000 €
  8. 130.000 €
  9. 150.000 €
  10. 153.000 €
  11. 155.000 €
  12. 160.000 €
  13. 165.000 €
  14. 167.000 €
  15. 168.000 €
  16. 170.000 €
  17. 174.000 €
  18. 178.000 €
  19. 180.000 €
  20. 181.000 €
  21. 183.000 €
  22. 184.000 €
  23. 185.000 €
  24. 186.000 €
  25. 187.000 €
  26. 190.000 €
  27. 191.000 €
  28. 192.000 €
  29. 195.000 €
  30. 196.000 €
  31. 197.000 €
  32. 198.000 €
  33. 200.000 €
  34. 201.000 €
  35. 202.000 €
  36. 203.000 €
  37. 204.000 €
  38. 205.000 €
  39. 206.000 €
  40. 210.000 €
  41. 211.000 €
  42. 212.000 €
  43. 213.000 €
  44. 214.000 €
  45. 216.000 €
  46. 217.000 €
  47. 218.000 €
  48. 220.000 €
  49. 221.000 €
  50. 222.000 €
  51. 223.000 €
  52. 225.000 €
  53. 226.000 €
  54. 227.000 €
  55. 228.000 €
  56. 228.500 €
  57. 229.000 €
favouriteLoadingAls Favoriten speichern

Zwangsversteigerung in Frankfurt, Schwanheim: Einfamilienhaus wurde zum Verkehrswert versteigert

Zwangsversteigerung Schwanheim

Zwangsversteigerung in Frankfurt, Schwanheim: Einfamilienhaus wurde zum Verkehrswert versteigert.

Sie möchten den Ablauf einer Zwangsversteigerung kennenlernen? Wir waren bei der Zwangsversteigerung eines Einfamilienhauses am 12.02.20 im Amtsgericht von Frankfurt am Main dabei und berichten im Folgenden ausführlich über den gesamten Prozess.

Das Objekt: Es handelt sich hierbei um ein Einfamilienhaus. Das Haus befindet sich in Schwanheim. In diesem Stadtteil beträgt der von dein-immocenter.de ermittelte durchschnittliche Kaufpreis je qm 4.144 €. Erbaut wurde das Einfamilienhaus im Jahre 1874.  Die Wohnfläche beträgt ca. 70qm. Der Verkehrswert lag bei 196.000 €. Es handelt sich hierbei um ein einseitig angebautes Wohngebäude mit rechteckigem Grundriss. Das Haus befindet sich in einem renovierungsbedürftigen Zustand und ist derzeit nicht bewohnbar. 

Die Versteigerung war für 9:30 Uhr angesetzt. Achtung: man sollte vor dem Termin prüfen, ob eine Versteigerung nicht kurz vorher abgesagt wird. Es ist üblich, dass es oft zu außergerichtlichen Einigungen kommt. Unser Tipp: Am Tag der Versteigerung im Amtsgericht anrufen und fragen.

Die heutige Versteigerung war mäßig besucht.

Es handelte sich hierbei um eine Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft. Das bedeutet, dass nicht zwangsläufig Zahlungsschwierigkeiten vorliegen. Anlass war die Auflösung einer Erbengemeinschaft.   

Die Rechtshelfer erfragte die Anwesenheit der Beteiligten. Zwei Beteiligte waren heute im Saal.  

Anschließend wurden die Eintragungen im Grundbuch vorgelesen. Das Grundbuch war unbelastet. Eine Baulast war nicht bekannt.

Das Mindestbargebot lag bei 7.057,33 €.

Bestehend aus 7.000 € Gerichtskosten und 57,33 € Müll- und Straßenreinigungsgebühren.

Bei einem Kauf kommt noch die Grunderwerbsteuer, die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch und die Zuschlagsgebür des Gerichts hinzu.

Um 09:50 wurden das Bieterverfahren eröffnet.

Ab diesem Zeitpunkt konnte jeder Interessent sein Gebot abgeben.

Die Mindestbietzeit beträgt immer 30 Minuten.

Die Versteigerung startete sehr ruhig. In den ersten 10 Minuten kam kein Interessent nach vorne um sich auszuweisen und mitzubieten. Der Rechtshelfer wies jetzt nochmal alle Anwesenden darauf hin, dass Gebote abgegeben werden können.

Der erste Bieter machte sich auf den Weg zum Rechtshelfer und gab sein Gebot i.H.v.

100.000 € ab.

Ein weiterer Interessent bot 110.000 €.

Das nächste Gebot stammte von einem Geschäftsführer, der stellvertretend für sein Unternehmen 130.000 € bot.

Es waren noch 5 Minuten der regulären Bietzeit übrig.

Als nächstes bot eine Dame als Generalbevollmächtigte 140.000 €. Generalbevollmächtigte bieten stellvertretend für eine andere Person.

Der letzte neue Bieter war ein junger Mann. Er bot 150.000 €.

Nun ging es auch relativ schnell voran, zahlreiche Interessenten hielten bis zum Verkehrswert mit. Ab da an blieben nur noch 2 Bieter übrig.

Der junge Mann bot bis 200.000 Euro mit. Sein Limit wurde daraufhin überschritten.

Die Generalbevollmächtigte Dame erhöhte ein letztes Mal auf 202.000 € und ersteigerte die Immobilie.

„202.000€ zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, sie können jetzt noch ein letztes Gebot abgeben.“

Die Bietzeit wurde offiziell um 10:38 Uhr beendet und der Beschluss vorgelesen. Die Immobilie ging an die Höchstbietende über.

Die Zwangsversteigerung endete mit einem Zuschlag nahe am Verkehrswert. Der von Dein-Immocenter ermittelte potentielle Marktwert des Hauses liegt bei 288.000 € (ohne Berücksichtigung des Renovierungsbedard). Der Kaufpreis ist somit angemessen für den Standort Frankfurt.

Ihr wollt mehr über Zwangsversteigerungen erfahren?

Dann besucht uns auf Dein-ImmoCenter


Alle Bietschritte im Überblick
 

  1. 100.000 €
  2. 110.000 €
  3. 130.000 €
  4. 140.000 €
  5. 150.000 €
  6. 155.000 €
  7. 160.000 €
  8. 165.000 €
  9. 170.000 €
  10. 175.000 €
  11. 177.000 €
  12. 180.000 €
  13. 182.000 €
  14. 185.000 €
  15. 187.000 €
  16. 190.000 €
  17. 192.000 €
  18. 195.000 €
  19. 197.000 €
  20. 200.000 €
  21. 202.000 €
favouriteLoadingAls Favoriten speichern

Zwangsversteigerung in Frankfurt, Griesheim: Mehrfamilienhaus mit 7 Wohnungen wurde für 1.236.000 € versteigert

Zwangsversteigerung Griesheim

Zwangsversteigerung in Frankfurt, Griesheim: Mehrfamilienhaus mit 7 Wohnungen wurde für 1.236.000 € versteigert.

Sie möchten den Ablauf einer Zwangsversteigerung kennenlernen? Wir waren bei der Zwangsversteigerung eines Mehrfamilienhauses am 11.02.2020 im Amtsgericht von Frankfurt am Main dabei und berichten im Folgenden ausführlich über den gesamten Prozess.

Das Objekt: Es handelt sich hierbei um ein Mehrfamilienhaus. Das Haus befindet sich in Griesheim. In diesem Stadtteil beträgt der von dein-immocenter.de ermittelte durchschnittliche Kaufpreis je qm 3.630 €. Erbaut wurde das vierstöckige Mehrfamilienhaus im Jahre 1908.  Die Wohnfläche beträgt 443qm. Der Verkehrswert lag bei 1.180.000 €. Das Mehrfamilienhaus verfügt über 7 Wohnungen, 4 Garagen und eine kleines Lagergebäude.

Die Versteigerung war für 11 Uhr angesetzt. Achtung: man sollte vor dem Termin prüfen, ob eine Versteigerung nicht kurz vorher abgesagt wird. Es ist üblich, dass es oft zu außergerichtlichen Einigungen kommt. Unser Tipp: Am Tag der Versteigerung im Amtsgericht anrufen und fragen.

Heute kamen viele Interessenten zusammen. Der Saal war bei dieser Versteigerung vollständig belegt.

Es handelte sich hierbei um eine Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft. Das bedeutet, dass nicht zwangsläufig Zahlungsschwierigkeiten vorliegen. Der Rechtshelfer bestätigte, dass es sich hierbei um eine Auflösung einer Erbengemeinschaft handelt.   

Die Rechtshelferin erfragte die Anwesenheit der Beteiligten. Zwei Beteiligte waren im Saal.  

Anschließend wurden die Eintragungen im Grundbuch vorgelesen. Das Grundbuch war unbelastet. Eine Baulast war nicht bekannt.

Das Mindestbargebot lag bei 16.500,00 €.

Bestehend aus 16.189,97 € Gerichtskosten und 310,03 € Straßenreinigungsgebühren.

Bei einem Kauf kommt noch die Grunderwerbsteuer, die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch und die Zuschlagsgebür des Gerichts hinzu.

Um 11:27 wurden die Interessenten zum Bieten aufgefordert.

Ab diesem Zeitpunkt konnte jeder Interessent sein Gebot abgeben.

Die Mindestbietzeit beträgt immer 30 Minuten.

Jeder Bieter musste beim Erstgebot zuerst zur Rechtshelferin, um sich auszuweisen. Dann konnte jeder von seinem Sitzplatz aus mitbieten.

Der erste potentielle Käufer begab sich zur Rechtshelferin und bot 590.000 €.

Ein weiterer Interessent bot daraufhin 600.000 €.

Zu Beginn war es noch sehr ruhig für so eine Immobilie, alles deutet daraufhin, dass es eine lange Versteigerung sein wird.

Inzwischen bereitete sich einer der Erben vor und zückte seinen Scheck für die Sicherheitsleistung. Jeder Bieter muss neben dem Personalausweis, auch eine Sicherheitsleistung erbringen.

Das nächste Gebot aber kam von einer elegant gekleideten Dame. Sie bot stellvertretend für ein Unternehmen 620.000 € an.

Die ersten 15 Minuten der regulären Bietzeit waren vergangen und es dauerte wieder bis jemand mitbieten wollte. Grundsätzlich tendieren viele Bieter aus taktischer Sicht dazu, sehr spät mitzubieten.

Wie erwartet, gab der Erbe das nächste Gebot i.H.v. 750.000 € ab.

„Gespräche bitte draußen führen“

Die Rechtshelferin ermahnte die anwesenden Beteiligten mit der Bitte die privaten Gespräche einzustellen.

„800.000 €“ rief ein weiterer Bieter mit in den Raum rein.

Der nächste Bieter trat hervor, er besaß einen ausländischen Pass mit Aufenthaltstitel. Die Rechtshelferin nahm sich die Zeit und erklärte den anwesenden Anwärtern worauf man hierbei achten muss. Ein ausländischer Pass stellt keinen Hinderungsgrund dar und es wurden 810.000 € geboten.

Ein weiterer Interessent gab sein Gebot vom Platz aus ab. 850.000 €.

Wir befanden uns fünf Minuten vor Ende der offiziellen Bietzeit. Es sah danach aus, dass einer der 5 Bieter das Haus ersteigern wird.

Der Herr, der vorher schon geboten hatte, nannte wieder vom Platz aus „860.000“.

Einer der bereits bekannten Bieter erhöhte auf 910.000 €.

930.000 € nannte ein anderer.

Wir begaben uns langsam zur Million und der nächste bot 950.000 €.

Am Ende der offiziellen Bietzeit begann der Rechtshelfer mit der üblichen Ansage: „Zum Ersten“.

Plötzlich stand eine neue Bieterin auf. Eine unscheinbare Dame mittleren Alters und bot 980.000 €.

Das war nicht die einzige Überraschung, der nächste bisher unbeteiligte Zuschauer im Saal stand auf, zeigte seinen Ausweis und knackte die Million. Es war ein Geschäftsmann, der stellvertretend für sein Unternehmen bot.

Jetzt waren alle Bieter bekannt und die Versteigerung nahm ordentlich Fahrt auf. In kleineren Schritten begann das Bieten oberhalb der Million.

Als nächstes bot die Dame 1.020.000 €.

Es dauerte aber auch hier nicht lange bis wir bei 1.100.000 € lagen. Die Gebote stiegen bis 1.120.000 €.

Der Unternehmer erhöhte auf 1.121.000 €.

Ein Interessent mittleren Alters überbot ihn mit 1.125.000 €.

Nach kurzem Blickkontakt mit dem letzten Bieter, wechselte der Unternehmer seinen Platz und setzte sich zu ihm. Ob dies Teil seiner Bietstrategie war?

Ungewöhnlich war es auf alle Fälle.

Nun ging es langsam zur 1.200.000 €. Ab diesem Betrag blieben nur noch 2 aktive Bieter übrig: Der Unternehmer und die Dame, welche seit Anfang an mitgeboten hatte. Beide wurden schon vorgestellt und boten stellvertretend für ihr jeweiliges Unternehmen.

Die Versteigerung neigte sich langsam dem Ende zu, das merkte man auch an den Bietschritten. Jeder erhöhte inzwischen nur noch um 1000 €.

Bei 1.236.000 € war Schluss.

„1.236.000€ zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, sie können jetzt noch ein letztes Gebot abgeben.“

Die Bietezeit wurde offiziell um 13:04 Uhr beendet und der Beschluss vorgelesen. Die Immobilie ging somit an den Unternehmer für 1.236.000 € über.

Die Zwangsversteigerung endete mit einem spannenden Bieterverfahren. Der von Dein-Immocenter ermittelte potentielle Marktwert des Hauses liegt bei 1.600.000 €. Der Kaufpreis ist somit angemessen für den Standort Frankfurt.

Ihr wollt mehr über Zwangsversteigerungen erfahren?

Dann besucht uns auf Dein-ImmoCenter

 

Alle Bietschritte im Überblick

  1. 590.000 €
  2. 600.000 €
  3. 620.000 €
  4. 750.000 €
  5. 800.000 €
  6. 810.000 €
  7. 850.000 €
  8. 860.000 €
  9. 900.000 €
  10. 910.000 €
  11. 930.000 €
  12. 950.000 €
  13. 980.000 €
  14. 1.000.000 €
  15. 1.020.000 €
  16. 1.030.000 €
  17. 1.031.000 €
  18. 1.050.000 €
  19. 1.051.000 €
  20. 1.055.000 €
  21. 1.060.000 €
  22. 1.061.000 €
  23. 1.070.000 €
  24. 1.071.000 €
  25. 1.080.000 €
  26. 1.081.000 €
  27. 1.085.000 €
  28. 1.090.000 €
  29. 1.091.000 €
  30. 1.095.000 €
  31. 1.110.000 €
  32. 1.111.000 €
  33. 1.115.000 €
  34. 1.120.000 €
  35. 1.121.000 €
  36. 1.125.000 €
  37. 1.130.000 €
  38. 1.131.000 €
  39. 1.140.000 €
  40. 1.141.000 €
  41. 1.145.000 €
  42. 1.146.000 €
  43. 1.160.000 €
  44. 1.162.000 €
  45. 1.165.000 €
  46. 1.170.000 €
  47. 1.180.000 €
  48. 1.185.000 €
  49. 1.190.000 €
  50. 1.192.000 €
  51. 1.195.000 €
  52. 1.196.000 €
  53. 1.198.000 €
  54. 1.200.000 €
  55. 1.201.000 €
  56. 1.202.000 €
  57. 1.205.000 €
  58. 1.210.000 €
  59. 1.211.000 €
  60. 1.215.000 €
  61. 1.216.000 €
  62. 1.220.000 €
  63. 1.221.000 €
  64. 1.225.000 €
  65. 1.226.000 €
  66. 1.230.000 €
  67. 1.231.000 €
  68. 1.235.000 €
  69. 1.236.000 €
favouriteLoadingAls Favoriten speichern

Zwangsversteigerung in Frankfurt: 31qm-Wohnung wurde für 51.500 € versteigert

Zwangsversteigerung Frankfurt am Main

Zwangsversteigerung in Frankfurt: 31qm-Wohnung wurde für 51.500 € versteigert.

Sie möchten wissen, wie eine Zwangsversteigerung genau abläuft? Wir waren bei der Zwangsversteigerung einer Wohnung in Hattersheim am 07.02.2020 im Amtsgericht von Frankfurt am Main dabei und berichten im Folgenden ausführlich über den gesamten Ablauf.

Das Objekt: Es handelt sich hierbei um eine Zweizimmerwohnung. Die Wohnung befindet sich in Hattersheim. In diesem Stadtteil beträgt der von dein-immocenter.de ermittelte durchschnittliche Kaufpreis je qm 3.533 €. Erbaut wurde das zweistöckige Mehrfamilienhaus, indem sich die Wohnung befindet, im Jahre 1971. Die Wohnfläche beträgt 31 qm. Der Verkehrswert lag bei 62.500 €. Die Wohnung verfügt über Badezimmer, Küche, Flur und Balkon. Das Hausgeld beträgt 190 € im Monat.  

Die Versteigerung startete um 11 Uhr. Achtung: man sollte vor dem Termin prüfen, ob eine Versteigerung nicht kurz vorher abgesagt wird. Es ist üblich, dass es oft zu außergerichtlichen Einigungen kommt. Unser Tipp: Am Tag der Versteigerung im Amtsgericht anrufen und fragen.

Heute waren sehr viele Interessenten anwesend. Der Saal war komplett ausgelastet und die Anwesenden mussten teilweise im Stehen mitbieten. Am Anfang wurden allgemeine Informationen zum Objekt vorgelesen, samt Objektbeschreibung sowie der vereinbarten Sonder- und Nutzungsrechte.

Es handelte sich hierbei um eine Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft. Das bedeutet, dass nicht zwangsläufig Zahlungsschwierigkeiten vorliegen. Diese Art der Zwangsversteigerung wird oft bei Erbschaften oder Scheidungen durchgeführt. 

Die Rechtshelferin erfragte die Anwesenheit der Beteiligten. Es war keiner Anwesend.

Anschließend wurden die Eintragungen im Grundbuch vorgelesen. Aus dem Grundbuch ging eine Grundschuld i.H.v. 56.200 € hervor. Diese besteht aus der Grundschuld i.H.v. 43.500 € bei einer Bank, hinzu kommen Hypotheken im Wert von 12.700 € hinzu. Die Grundschuld bleibt bestehen.

Eine Baulast ist nicht bekannt.

Um 11:11 wurde das Bieterverfahren eröffnet.

Ab diesem Zeitpunkt konnte jeder Interessent sein Gebot abgeben.

Die Mindestbietzeit beträgt 30 Minuten.

Das Mindestbargebot lag bei 12.464,70 €.

Bestehend aus 4.500 € Gerichtskosten und 7.964,70 € Ausgleichsbetrag nach § 182 (2) ZVG.

Bei einem Kauf kommt noch die Grunderwerbsteuer, die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch und die Zuschlagsgebür des Gerichts hinzu.

Jeder Bieter musste beim Erstgebot zuerst zur Rechtshelferin, um sich auszuweisen. Dann konnte jeder von seinem Sitzplatz aus mitbieten.

Eine junge Dame startete direkt mit 13.000 €.

Ein Herr stieg daraufhin mit 15.000 € ein.

Ein weiterer gab sein Gebot ab i.H.v. 15.500 €.

Inzwischen verließen mehrere Interessenten den Saal. Trotzdem war die Versteigerung immer noch überfüllt.

Ein Herr bot daraufhin 15.600 €.

Ein weiterer Interessent gab sein Gebot i.H.v. 15.500 € ab. Die Dame erhöhte von ihrem Platz aus auf 15.600 €.

Das nächste Gebot gab ein junges Pärchen ab. Zusammen boten diese 15.700€. Die Dame vom Anfang erhöhte sofort auf 15.800 €.

Daraufhin bot ein Herr mittleren Alters 16.000 €.

Inzwischen hatte man das Gefühl, dass viele Interessenten sich aus strategischen Gründen bedeckt halten.

20.000 Euro bot daraufhin ein weiterer Interessent.

Es sind noch 10 Minuten der regulären Bietzeit übrig gewesen. Alles deutete auf eine spannende Zwangsversteigerung hin und so kam es auch.

Der nächste Bieter nannte 21.000 €. Währenddessen bereitete sich ein neuer Interessent vor und zückte schonmal seinen Personalausweis.

Ein Herr im dunkelblauen Anzug mit Aktenkoffer begab sich zur Rechtspflegerin und gab sein Gebot i.H.v. 22.000 € ab.

Der nächste Interessent setzte sofort nach und bot 22.100 €.

Fünf Minuten vor Ende der regulären Bietzeit stoß ein neuer Bieter noch hinzu und bot 22.500 €. Der nächste Bieter ließ nicht lange auf sich warten und erhöhte auf 22.700€.

Ein Bieter mittleren Alters bot 30.000 €. Der Herr im dunkelblauen Anzug erhöhte um 100 €.

Inzwischen waren alle Bieter schonmal bei der Rechtshelferin und boten von ihrem jeweiligen Platz aus per Handzeichen. Heute musste jeder seinen Namen nochmal nennen, da so viele verschiedene Bieter anwesend waren.

Das nächste Gebot nannte ein Herr mittleren Alters, er nannte 30.200 €. Ein anderer Herr erwiderte mit 35.000 €.

Der Herr im dunkelblauen Anzug erhöhte wie vorhin um 100 €.

Nun ging alles etwas schneller voran und wir waren bei 42.000 €. Einige Bieter liefen nochmal zur Rechtshelferin vor und erkundigten sich nach der Übernahme der Grundschuld.

Der Herr im dunkelblauen Anzug machte den souveränsten Eindruck unter den Bietern. Er stieg relativ früh ein und erhöhte stets die anderen Gebote um 100 €. Das zeigte, dass er sehr durchdacht am Bieterverfahren teilnimmt und eine eigene Bietstrategie entwickelt hat.

Letzterer erhöhte auf 42.100 €.

Nun ging es in kleinen Schritten auf die 50.000 € zu. Viele Bieter rangen um die Wohnung.

Am Ende blieben nur noch Zwei Interessenten übrig.

Die Rechtshelferin versuchte mehrmals das Bieteverfahren zu beenden, aber immer wieder fand sich einer der mehr geboten hat. Bisher war immer der Herr im blauen Anzug der letzte Bieter.

So kam es dann bei 51.500 € zum Ende. 

 „51.500 € zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, sie können jetzt noch ein letztes Gebot abgeben.“

Die Bietzeit wurde offiziell um 12:10 Uhr beendet und der Beschluss vorgelesen. Die Wohnung ging somit an den Höchstbietenden Herrn im dunkelblauen Anzug für 51.500 € über.

Die Zwangsversteigerung endete mit einer erfolgreichen Bietstrategie. Der von Dein-Immocenter ermittelte potentielle Marktwert des Hauses liegt bei 109.000€. Der Kaufpreis ist somit angemessen für den jetzigen Immobilienmarkt.

Ihr wollt mehr über Zwangsversteigerungen erfahren?

Dann besucht uns auf Dein-ImmoCenter

 

Alle Bietschritte im Überblick

  1. 13.000 €
  2. 15.000 €
  3. 15.500 €
  4. 15.600 €
  5. 15.700 €
  6. 15.800 €
  7. 17.000 €
  8. 20.000 €
  9. 21.000 €
  10. 22.000 €
  11. 22.100 €
  12. 22.500 €
  13. 22.700 €
  14. 30.000 €
  15. 30.100 €
  16. 30.200 €
  17. 35.000 €
  18. 35.100 €
  19. 37.000 €
  20. 40.000 €
  21. 42.000 €
  22. 42.100 €
  23. 42.200 €
  24. 42.300 €
  25. 42.500 €
  26. 42.600 €
  27. 42.700 €
  28. 42.800 €
  29. 42.900 €
  30. 43.000 €
  31. 43.100 €
  32. 43.200 €
  33. 44.000 €
  34. 44.100 €
  35. 45.000 €
  36. 45.100 €
  37. 46.000 €
  38. 46.100 €
  39. 47.000 €
  40. 47.100 €
  41. 48.000 €
  42. 48.100 €
  43. 49.000 €
  44. 49.100 €
  45. 50.000 €
  46. 50.100 €
  47. 51.000 €
  48. 51.100 €
  49. 51.200 €
  50. 51.300 €
  51. 51.400 €
  52. 51.500 €
favouriteLoadingAls Favoriten speichern
Musterfoto Reihenmittelhaus

Zwangsversteigerung in Frankfurt: Reihenmittelhaus in Frankfurt wurde für 612.000 € versteigert

Sie möchten wissen, wie eine Zwangsversteigerung genau abläuft? Wir waren bei der Zwangsversteigerung eines Reihenmittelhauses in Eckenheim am 24.01.2020 im Amtsgericht von Frankfurt am Main dabei und berichten im Folgenden ausführlich über den gesamten Ablauf.

Zwangsversteigerungsobjekt Frankfurt

Das Objekt: Es handelt sich hierbei um ein Reihenmittelhaus. Das Haus befindet sich in Eckenheim. In diesem Stadtteil beträgt der von dein-immocenter.de ermittelte durchschnittliche Kaufpreis je qm 4.523 €. Erbaut wurde die Immobilie im Jahre 1969 und verfügt über eine Wohnfläche von 137 qm. Der Verkehrswert lag bei 419.500 €. Die Immobilie ist in Erdgeschoss, 1. Obergeschoss und Dachgeschoss gegliedert.

Die Versteigerung startete um 11 Uhr. Achtung: man sollte vor dem Termin prüfen, ob eine Versteigerung nicht kurz vorher abgesagt wird. Es ist üblich, dass es oft zu außergerichtlichen Einigungen kommt. Unser Tipp: Am Tag der Versteigerung im Amtsgericht anrufen und fragen.

Heute waren alle Plätze im Saal belegt. Viele junge Familien waren anwesend. Am Anfang wurden allgemeine Informationen zum Objekt vorgelesen, samt Objektbeschreibung sowie der vereinbarten Sonder- und Nutzungsrechte. Das Haus gehörte einem einzelnen Eigentümer. Der Eigentümer war selbst anwesend.

Anschließend wurden die Eintragungen im Grundbuch vorgelesen. Aus dem Grundbuch ging eine Grundschuld i.H.v. 650.000 DM hervor. Die Forderung der Bank beträgt umgerechnet 333.000 € mit 15 % Zinsen. Die Grundschuld bleibt jedoch nicht bestehen.

Bestehenbleibende Rechte sind keine bekannt.

Um 11:18 wurde das Bieterverfahren eröffnet.

Ab diesem Zeitpunkt konnte jeder Interessent sein Gebot abgeben.

Die Mindestbietzeit beträgt 30 Minuten.

Das Mindestbargebot lag bei 10.177,11 €.

Dieses bestand aus 10.000,00 € Gerichtskosten und 117,11 € Abfallgebühren.

Bei einem Kauf kommt noch die Grunderwerbsteuer, die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch und die Zuschlagsgebür des Gerichts hinzu.

Jeder Bieter musste beim Erstgebot zuerst zur Rechtshelferin, um sich auszuweisen. Dann konnte jeder von seinem Sitzplatz aus mitbieten.

Ein junges Pärchen startete direkt mit 430.000 €.

Ein weiteres Pärchen stieg mit 435.000 € ein.

Das nächste Gebot gab eine vierköpfige Familie ab. Mit jeweils einem Kind am Arm begab sich das Pärchen zur Rechtshelferin, um auf 460.000 € zu erhöhen.

Ein Herr bot daraufhin 470.000 €.

Ein weiterer Interessent um die dreißig gab sein Gebot i.H.v. 476.350 € ab.

“480 tausend Euro“ rief eines der Pärchen rein und erhöhte damit. Ein weiteres Gebot ließ nicht lange auf sich warten. Es schien so, als ob die bisherigen Interessenten auch die Einzigen wären.

Als das Gebot bei 490.000 € lag, stieg die letzte Interessentin mit 495.000 € ein. Eine Dame mittleren Alters in Begleitung ihres Vaters.

Die vierköpfige Familie erhöhte daraufhin auf 520.000 €. Ab diesem Zeitpunkt gab es keine großen Bietschritte mehr. Jeder Interessent erhöhte sehr zurückhaltend. Die Versteigerung kam trotzdem in Schwung und jeder gab sein Gebot ab.

Als das Gebot bei 540.000 € lag und die Uhr 11:48 zeigte, verkündete die Rechtshelferin das Ende der regulären Bietzeit. Das beschleunigte nochmal das gesamte Verfahren.

„589.350 €“

Zwischendurch sorgte der Herr mittleren Alters mit seinen Geboten immer wieder für Gelächter.

In kleinen Schritten ging es somit auf die 600.000 € zu. In der letzten Etappe der Zwangsversteigerung blieben nur noch drei Interessenten übrig.

Jenseits der 600.000 bot der Herr nochmal 610.300 €. Die Dame in Begleitung ihres Vaters erhöhte ein letztes Mal auf 612.000 € und ersteigerte die Immobilie.

„612.000 € zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, sie können jetzt noch ein letztes Gebot abgeben.“

Die Bietezeit wurde offiziell um 12:01 Uhr beendet und der Beschluss vorgelesen. Das Reihenmittelhaus ging somit an die Höchstbietende für 612.000 € über.

Die Zwangsversteigerung endete damit mit einem realistischen Marktpreis. Der von Dein-Immocenter ermittelte potentielle Marktwert des Hauses liegt nämlich bei 620.000€. Der Kaufpreis ist somit angemessen für den jetzigen Immobilienmarkt.

Ihr wollt mehr über Zwangsversteigerungen erfahren?

Dann besucht uns auf Dein-ImmoCenter

 

 Alle Bietschritte im Überblick

  1. 430.000 €
  2. 435.000 €
  3. 460.000 €
  4. 470.000 €
  5. 476.350 €
  6. 480.000 €
  7. 483.270 €
  8. 484.000 €
  9. 490.000 €
  10. 495.000 €
  11. 520.000 €
  12. 522.000 €
  13. 525.000 €
  14. 530.000 €
  15. 535.000 €
  16. 537.910 €
  17. 540.000 €
  18. 543.500 €
  19. 550.000 €
  20. 554.000 €
  21. 560.000 €
  22. 565.000 €
  23. 573.000 €
  24. 575.000 €
  25. 576.000 €
  26. 580.000 €
  27. 585.000 €
  28. 589.350 €
  29. 592.000 €
  30. 595.000 €
  31. 597.250 €
  32. 601.000 €
  33. 605.000 €
  34. 606.000 €
  35. 607.000 €
  36. 610.300 €
  37. 612.000 €
favouriteLoadingAls Favoriten speichern
Amtsgericht Frankfurt am Main

Versteigerung in Frankfurt: 43 qm Wohnung am Frankfurter Berg wurde für 89.500 € verkauft

Sie möchten wissen, wie eine Zwangsversteigerung genau abläuft? Wir waren bei der Zwangsversteigerung einer Wohnung am Frankfurter Berg am 05.12.2019 im Amtsgericht von Frankfurt am Main dabei und berichten im Folgenden ausführlich über den gesamten Ablauf.

Die Versteigerung wurde für elf Uhr angesetzt. Achtung: man sollte vor dem Termin prüfen, ob eine Versteigerung nicht kurz vorher abgesagt wird. Es ist üblich, dass es oft zu außergerichtlichen Einigungen kommt. Unser Tipp: Am Tag der Versteigerung im Amtsgericht anrufen und fragen.

Die Versteigerung startete um 11 Uhr. Heute waren ca. 30 Interessenten anwesend.

Am Anfang wurden allgemeine Informationen zum Objekt vorgelesen, samt Objektbeschreibung sowie der vereinbarten Sonder- und Nutzungsrechte. Die Wohnung gehört einem einzelnen Eigentümer. Letzterer ist unbekannt verzogen. Der Rechtspfleger erfragte trotzdem die Anwesenheit des Eigentümers.

Zwangsversteigerungen Überblick

Danach wurden die Eintragungen im Grundbuch vorgelesen. Aus dem Grundbuch bleibt kein Recht bestehen, lediglich eine beschränkte persönliche Dienstbarkeit. Achtung hier achtsam sein, denn es kann vorkommen, dass Rechte bestehen bleiben, wie es bei unserem letzten Versteigerungsbesuch der Fall war.

Im weiteren Verlauf der Zwangsversteigerung wurde die Schätzung vorgetragen. Die Wohnung besteht aus Flur, innenliegender Küche, innenliegendem Badezimmer und einer separat erschlossenen Abstellkammer. Das Baujahr ist 1968. Die Wohnung befindet sich im 6. Stockwerk. Der geschätzte Verkehrswert des Sachverständigen lag bei 78.000 €, die 7/10 Grenze lag bei 54.600 € (weitere Informationen zu Wertgrenzen finden Sie hier).

Um 11:14 wurde das Bieterverfahren eröffnet.

Ab diesem Zeitpunkt konnte jeder Interessent sein Gebot abgeben.

Die Mindestbietzeit beträgt 30 Minuten.

Das Mindestbargebot lag bei 4.000 €. Das Mindestgebot bestand nur aus den Gerichtskosten.

Bei einem Kauf kommt noch die Grunderwerbsteuer, die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch und die Zuschlagsgebühr des Gerichts hinzu.

 Bei dieser Versteigerung waren viele Bieter aktiv beteiligt.

 Das erste Gebot gab eine Dame ab, nachdem Sie ihren Ausweis vorgezeigt hatte. Ihr Gebot orientierte sich an der Fünfzehntelgrenze des Verkehrwerts mit 39.500 €.

 Zwischendurch gab es eine kurze Frage der anderen Interessenten:

 „Wie hoch ist das Wohngeld?“

 „Das Wohngeld beträgt aktuell 304,00 €“

 Der nächste Interessent, ein älterer Herr, zeigte seinen Ausweis vor und stieg mit 40.000 € ein.

 Die Dame erhöhte auf 41.000 €.

 Ein weiterer Herr begab sich zur Rechtshelferin und gab sein Gebot i.H.v. 41.500 € ab.

 Das Gebot stieg bis auf 43.500 €.

Inzwischen verkündete die Rechtshelferin, dass lediglich 3 Minuten der regulären Bietzeit übrig geblieben sind. Die Versteigerung nahm daraufhin nochmal Fahrt auf. Zeitgleich begaben sich 4 neue Bietinteressenten nach vorne. Ein älteres Ehepaar jeweils 3 Herren um die dreißig. Jeder gab sein Gebot ab, bis auf einen der Herren.

Letzterer konnte lediglich einen Verrechnungscheck als Sicherheitsleistung vorweisen.

Achtung! Selbstausgefüllte Verrechnungschecks werden grundsätzlich nicht akzeptiert, sondern nur von der Bank ausgestellte Checks.

Alle bisherigen Interessenten haben bis 88.000 € mitgeboten. Danach blieben nur noch 2 Bieter übrig.

Hier ein Auszug der letzten Bietschritte:

88.500 €, 88.600 €, 89.000 €, 89.100 €, 89.500 €  

„89.500 € zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, sie können jetzt noch ein letztes Gebot abgeben.“

 Die Bietzeit wurde offiziell beendet und der Beschluss vorgelesen. Die Wohnung  ging an den Höchstbietenden für 89.500 € über.

Die Zwangsversteigerung endete damit mit einem aufregenden Bieterverfahren. Weitere Live-Berichte von Versteigerungen finden Sie in unserem Blog.

favouriteLoadingAls Favoriten speichern
Gerichtsgebaeude

Zwangsversteigerung in Frankfurt: Mehrfamilienhaus (3 WE) in Oberrad wechselt Besitzer für 870.000 €

Sie möchten wissen, wie eine Zwangsversteigerung genau abläuft? Wir waren bei der Zwangsversteigerung eines Mehrfamilienhauses mit 3 Wohneinheiten in Oberrad am 26.11.2019 im Amtsgericht von Frankfurt am Main dabei und berichten im Folgenden ausführlich über den gesamten Ablauf. Ein wichtiger Hinweis gleich zu Beginn: bei dem Objekt handelte es sich um eine Teilungsversteigerung (weitere Infos zu Teilungsversteigerungen finden Sie hier).   

Die Versteigerung wurde für neun Uhr angesetzt. Achtung: man sollte vor dem Termin prüfen, ob eine Versteigerung nicht kurz vorher abgesagt wird. Es ist üblich, dass es oft zu außergerichtlichen Einigungen kommt. Unser Tipp: Am Tag der Versteigerung im Amtsgericht anrufen und fragen.

Pünktlich um neun Uhr wurde der Saal zur Zwangsversteigerung aufgeschlossen. Die Versteigerung lockte ca. 50 Interessenten, sodass im Saal nur wenige Sitzplätze übrig blieben.

Zu Beginn wurden allgemeine Informationen zum Objekt vorgelesen, samt Objektbeschreibung sowie der vereinbarten Sonder- und Nutzungsrechte. Das Haus ist auf zwei Eigentümer aufgeteilt. Der Rechtspfleger erfragte die Anwesenheit der Eigentümer. In diesem Fall war ein Miteigentümer anwesend, der zugleich am Bieterverfahren teilnahm.

Danach wurden die Eintragungen im Grundbuch vorgelesen. Aus dem Grundbuch bleibt kein Recht bestehen. Hinweis: An dieser Stelle der Versteigerung sollten Sie achtsam sein, denn es kann vorkommen, dass Rechte bestehen bleiben, wie es bei unserem letzten Versteigerungsbesuch der Fall war.

 Im weiteren Verlauf der Zwangsversteigerung wurde die Schätzung vorgetragen. Das Grundstück ist mit einem einseitig angebauten Dreifamilienhaus mit zwei Garagen bebaut. Die Grundstücksgröße nach Grundbucheintragung beträgt 373qm. Das Haus ist im Jahre 1961 erbaut worden. Die angebauten Garagen sind im Jahre 1965 entstanden. Der geschätzte Verkehrswert des Sachverständigen lag bei 760.000 €, die 7/10 Grenze lag bei 532.000 € (weitere Informationen zu Wertgrenzen finden Sie hier).

Um 9:26 wurde dann das Bieterverfahren eröffnet. Ab diesem Zeitpunkt konnte jeder Interessent sein Gebot abgeben. Die Mindestbietzeit beträgt 30 Minuten.

 Das Mindestgebot lag bei 345.000 €.

Bei einem Kauf kommt noch die Grunderwerbsteuer, die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch und die Zuschlagsgebür des Gerichts hinzu.

Das erste Gebot musste nicht lange auf sich warten lassen. Ein Familienvater mit seinen 3 Söhnen begab sich zur Rechtshelferin, um sich auszuweisen und sein Gebot abzugeben. Er startete mit 351.000 €. Die anderen Interessenten ließen nicht lange auf sich warten und traten ebenfalls nach vorne um sich auszuweisen und ebenfalls mitzubieten. Wenn man einmal die Personalien vorgezeigt hat, kann man per Handzeichen mitbieten.  

Ein älteres Ehepaar, die sich als die Nachbarn des Hauses bekanntgaben, legten ebenfalls ein Gebot vor. Diese boten als Ehepaar jeweils hälftig mit. Das bedeutet, dass der Ehemann zu 50 % und die Frau zu 50 % jeweils am Kauf beteiligt sind. Weiterhin bot auch der anwesende Miteigentümer mit.

Die Gebote machten anfangs sehr große Sprünge (detaillierte Auflistung der Gebote finden Sie im Anhang). Das zweite Gebot von 381.000 € wurde direkt auf 500.000 € erhöht. Keine 2 Gebote später waren wir schon bei 600.000 €.

Am Ende der Bietungszeit lagen wir bei 620.000€. Die reguläre Bietungszeit war zwar beendet, aber die Versteigerung ging weiter, bis das letzte Gebot abgegeben wurde.

Es ging also weiter, keiner der Bieter ließ nach. Im Gegenteil, ein junges Ehepaar stieg mit ein und bot 660.000 €. Hier bot das Pärchen jeweils anteilig zu 60/40.

Das nächste Gebot betrug 700.000 €. Für viele der Bieter wurde eine Grenze erreicht, sodass es letztendlich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen dem Miteigentümer und dem jungen Ehepaar wurde.

 Es machte den Anschein, dass das Gebot bei 710.000 € enden wird. Die Rechtshelferin begann schon mit der Ansprache.

 “710.000 € zum ersten“

Der Miteigentümer setzte nach und erhöhte sein Gebot auf 760.000 €, also dem festgesetzten Verkehrswert. Das Verfahren setzte sich fort, inzwischen kletterte der Preis auf 800.000 €. Am Ende angelangt, boten die beiden Parteien oft nur noch in 5.000 € Schritten. Das letzte Gebot vom Miteigentümer lag bei 870.000.

„870.000 € zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, sie können jetzt noch ein letztes Gebot abgeben.“

 Um 10:09 wurde die Bietungszeit offiziell beendet. Der Beschluss wurde vorgelesen. Die Immobilie ging an den Höchstbietenden für 870.000 € über.

Die Zwangsversteigerung endete damit mit einem spannenden Bieterverfahren. Der von Dein-Immocenter ermittelte potentielle Marktwert des Mehrfamilienhauses liegt bei ~1.200.000€. Der Kaufpreis ist somit angemessen für den jetzigen Immobilienmarkt.

Anhang: Chronologisch abgegebene Gebote der Zwangsversteigerung

1.     351.000 €

2.     381.000 €

3.     500.000 €

4.     530.000 €

5.     600.000 €

6.     610.000 €

7.     615.000 €

8.     620.000 €

9.     650.000 €

10. 660.000 €

11. 700.000 €

12. 710.000 €

13. 760.000 €

14. 765.000 €

15. 800.000 €

16. 805.000 €

17. 820.000 €

18. 825.000 €

19. 840.000 €

20. 845.000 €

21. 860.000 €

22. 865.000 €

23. 870.000 €

favouriteLoadingAls Favoriten speichern
Amtsgericht Frankfurt am Main

Zwangsversteigerung in Frankfurt: Eigentumswohnung in Eckenheim wechselt Besitzer für 82.000 €

Sie möchten wissen, wie eine Zwangsversteigerung genau abläuft? Wir waren bei der Zwangsversteigerung einer Wohnung in Eckenheim am 21.11.2019 im Amtsgericht von Frankfurt am Main dabei und berichten im Folgenden ausführlich über den gesamten Ablauf. Ein wichtiger Hinweis gleich zu Beginn: bei dem Objekt handelte es sich um eine Teilungsversteigerung.  

Eine Teilungsversteigerung wird durchgeführt, um eine Gemeinschaft an einem Objekt zu beenden. In diesem Fall handelte es sich um ein Ehepaar, welches hälftig im Grundbuch eingetragen war. Aufgrund einer Scheidung wird die Gemeinschaft daraufhin aufgehoben. Hintergrund ist der, dass unteilbare Immobilien in einen beziffernden Wert umgewandelt werden. Dieser Wert kann somit einfacher aufgeteilt werden.

Die Teilungsversteigerung wurde für elf Uhr angesetzt. Achtung: man sollte vor dem Termin prüfen, ob eine Versteigerung nicht kurz vorher abgesagt wird. Es ist üblich, dass es oft zu außergerichtlichen Einigungen kommt. Unser Tipp: Am Tag der Versteigerung im Amtsgericht anrufen und fragen.

Pünktlich um elf Uhr wurde der Saal zur Zwangsversteigerung aufgeschlossen. Zahlreiche Bieter und Interessenten betreten den Saal. Zu Beginn wurden allgemeine Informationen zum Objekt vorgelesen, samt Objektbeschreibung sowie der vereinbarten Sonder- und Nutzungsrechte. Die Wohnung ist auf zwei Eigentümer aufgeteilt. Der Rechtspfleger erfragte die Anwesenheit der Eigentümer. In diesem Fall war ein Miteigentümer anwesend.

Danach wurden die Eintragungen im Grundbuch vorgelesen. Hier ist bekannt geworden, dass eine Grundschuld i.H.v. 190.000 € vorliegt. Diese muss beim Erwerb des Objekts übernommen werden. Eine anwesende Person hat nach der Restschuld gefragt, diese war jedoch nicht bekannt. Das war für viele Anwesende eine große Überraschung: Nach bekannt werden dieser Grundschuld hat ein Großteil der Interessenten den Gerichtssaal verlassen.

Unser Tipp: Bei Teilungsversteigerungen sollten Sie vor dem Termin beim Amtsgericht nach bestehenden Grundschulden fragen.

Im weiteren Verlauf der Zwangsversteigerung wurde die Schätzung vorgetragen. Die Wohnung befindet sich im EG, hat 4 Zimmer und einen Keller. Die Wohnfläche beträgt ca. 68qm. Das Baujahr des gesamten Gebäudes ist 1963. Der geschätzte Verkehrswert des Sachverständigen lag bei 220.000 €, die 7/10 Grenze bei 154.000 € (weitere Informationen zu Wertgrenzen finden Sie hier).

Der Termin wird von den Eigentümern selbst, zur Aufhebung der Gemeinschaft betrieben. Die im Grundbuch eingetragenen Rechte bleiben bei einer Teilungsversteigerung bestehen, daher bleibt die Grundschuld eingetragen.

Um 11:13 wurde dann das Bieterverfahren eröffnet. Ab diesem Zeitpunkt konnte jeder Interessent sein Gebot abgeben. Die Mindestbietzeit beträgt 30 Minuten.

 Das Mindestgebot beträgt 81.589,81 €.

Das Mindestgebot besteht aus:

1.     laufende Zinsen aus dem Rechtsteil 3: 66.025€

2.     Gerichtskosten: 6000€,

3.     5% Nebenleistung: 9500€,

4. angemeldete Grundsteuern: 63,81€            

Hinzu kommt noch die Übernahme der Grundschuld i.H.v. 190.000€ (bestehend bleibendes Recht). Bei einem Kauf kommt noch die Grunderwerbsteuer, die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch und die Zuschlagsgebür des Gerichts hinzu.

Der Rechtshelferin wurden während der Bietzeit sehr viele Fragen zum Objekt gestellt. Man hatte zunächst den Eindruck, dass es keinen Bieter geben wird. Die einzige Bieterin ließ lange auf sich warten. 5 Minuten vor dem Ende der regulären Bietzeit, hob sie ihre Hand.  

Die Rechtshelferin, bat Sie nach vorne. Hier musste die Dame sich ausweisen und ihr exaktes Gebot nennen. Ihr Gebot lag bei 82.000 €. Danach gab es keine weiteren Gebote.

„82.000 € zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, sie können jetzt noch ein letztes Gebot abgeben.“

Keiner meldete sich. Um 11:48 endete die Bietungszeit in Frankfurt am Main. Das Wohnungseigentum ging auf die Höchstbietende für 82.000 € über.

Die Zwangsversteigerung endete damit mit nur einer Bieterin. Der von Dein-Immocenter ermittelte potentielle Marktwert der Wohnung liegt bei 320.000 €. Der Kaufpreis ist somit angemessen für den jetzigen Immobilienmarkt.

favouriteLoadingAls Favoriten speichern